24.03.2023 / Andreas Bouten

FACHGRUPPEN-KOMBANER BEIM WARNSTREIK IN GELSENKIRCHEN

Fachgruppen-kombaner beim Warnstreik in Gelsenkirchen (23. März 2023) (Foto: ©komba Fachgruppe Straßenbau)

Unter den mehr als 10.000 Beschäftigten der Kommunen aus NRW waren auch Fachgruppen-kombaner*innen in den Warnstreik getreten zu welchem die komba gewerkschaft gemeinsam mit ihrer Dachorganisation dbb beamtenbund und tarifunion am 23. März in Gelsenkirchen aufgerufen hatte.

Gemeinsam demonstrierten die Kolleginnen und Kollegen des Landesbetriebes Straßenbau mit den Kolleginnen und Kolleginnen von der Autobahn GmbH um lautstark kurz vor der dritten Verhandlungsrunde auf ihre berechtigten Forderungen aufmerksam zu machen.

In der Sache waren sich die streikenden Kollegen*innen der komba Fachgruppe in Gelsenkirchen alle einig: „Wertschätzung sieht anders aus!“ Zeigen wir den Arbeitgebern, was wir von ihrer Blockade halten! Nichts!“

„Wenn die Arbeitgeber wirklich an einem zukunftsfähigen öffentlichen Dienst interessiert sind, dann müssen sie ein verhandelbares und respektvolles Angebot vorlegen. Mit Ignoranz gewinnt man weder Personal, noch hält man es“, so der ehemalige Fachgruppenvorsitzende Andreas Hemsing, jetzt Bundes- und NRW-Landesvorsitzender der komba gewerkschaft sowie stellvertretender dbb Vorsitzender.

Eine Erhöhung der Tabellenentgelte von 10,5%, mindestens 500 Euro, ist die zentrale Forderung, die die Kollegen*innen bei Straßen.NRW unmittelbar betrifft, die noch ihren Besitzstand wahren und im TVÖD verortet sind.

Die Kollegen*innen bei der Autobahn GmbH profitieren ebenfalls von dem Tarifabschluss. Da die Tabellenentgelterhöhungen bei der Autobahn GmbH aber bereits tariflich gesichert an die Tabellenwerte des TVÖD Bund gekoppelt sind, demonstrierten die Kolleginnen und Kollegen von der Autobahn daher auch in der Hauptsache und anlassbezogen für die Durchsetzung eines umfassenden Digitalisierungstarifvertrages.

Trotz der teils widrigen Witterungsverhältnisse beteiligten sich neben den streikberechtigten Kollegen*innen aber auch TVL´er*innen, Beamte*innen und Pensionäre um gemeinsam für die berechtigten Forderungen einzustehen. Der jetzige Tarifabschluss setzt auch den Maßstab für künftige Abschlüsse im Rahmen des Landestarifs und für etwaige Renten- bzw. Pensionsanpassungen.

"Dankeschön, dass so viele Kolleginnen und Kollegen unserem Aufruf gefolgt sind, die sich heute auf den Weg gemacht haben, insbesondere an die, die sich solidarisch gezeigt haben."

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